Elsbeerbrand (Adlitzbeer)
Der Elsbeerbrand ist Österreichs Aushängeschild unter den 100%-igen Wildobst-Fruchtbränden. Nur mit großem Arbeitsaufwand und konzentrierter Erntearbeit ist es möglich, diesen überhaupt herzustellen. Der Lohn ist aber ein Produkt, dass mit keinem anderen Fruchtbrand zu vergleichen ist.

Würde man den gesamten Arbeitsaufwand für die Edelbrandherstellung wirtschaftlich betrachten - man dürfte diesen gar nicht verkaufen sondern ihn ausschießlich mit Freunden genießen.
Im "Elsbeerreich" sind wir in der glücklichen Lage, von unseren alten, frei in Wiesen stehenden Bäumen die Früchte zu bekommen. Nirgendwo sonst in Österreich, nicht einmal in Europa, ist ein derartiger Bestand bekannt. Warum gerade hier zu Beginn des 19. Jahrhunderts die Bäume gepflanzt wurden, ist nach wie vor rätselhaft. Jedenfalls werden wir diesen Schatz behüten und im Elsbeerverein dafür sorgen, dass genügend junge Bäume mit den Edelreisern unserer alten ausgepflanzt werden - mitten in die Wiesen!

0,20 l ... € 50.-
0,10 l ... € 28.-
0,04 l ... € 16.-
ELSBEERE
(Adletzbeere)
Herkunft
Elsbeerbäume finden sich seit Jahrtausenden in den Laubwäldern Mittel- und Südeuropas bis zum Kaukasus hin. Sie können bis 300 Jahre alt werden.
Standortansprüche
Bervorzugt werden warme und sonnige Hänge. Feuchte und schattige Lagen werden gemieden. In Südtirol kann man Elsbeerbäume bis in eine Höhe von 1.000 m finden.
Sie entwickeln sich auf nährstoffreichen, tiefgründigen, kalkhaltigen und gut durchlüfteten Böden am besten.
Elsbeeren sind Selbstbefruchter.
Früchte
Im September/Oktober reifen die acht bis zehn Millimeter großen Früchte heran. Anfangs sehen sie rötlich gelb aus, verfärben sich aber in der Vollreife braun – mit heller Punktierung. Zuerst sind die Früchte noch hart, werden nach cirka einer Woche aber auch ohne Frosteinwirkung teigig.
Sie schmecken trocken, sandig-mehlig und säuerlich-süß.
Die Ernte ist äußerst zeitaufwendig und an- strengend, da die Früchte nicht abfallen, sondern händisch geerntet werden müssen – in bis zu 10m Höhe.
Über das Holz und den Baum
Weitere Handelsnamen Sorbe, Atlas-, Seidenholz
Botanischer Name Sorbus torminalis Crantz
Kurzzeichen EL1) (EN-Kurzzeichen: SOTR2))
Die Vitamin-C-reichen Früchte der rar gewordenen Elsbeere lieferten früher den Rohstoff für Marmelade und Sirup, heute für einen von Kennern geschätzten Edelbrand. Und die weißen, in Doldenrispen stehenden Blüten sind als Bienenweide beliebt. Neben anderen Messgeräten bestanden vermutlich die vielen Schülerlineale bis Mitte des 20. Jahrhunderts meist aus Elsbeerholz. Nachdem in jüngster Zeit Bedeutung und Wert als Furnierholz enorm gestiegen sind, fördern forstwissenschaftliche Erkenntnisse über Anbau und Pflege wieder die Verbreitung des Baumes – vor allem im gut betreuten Waldbauernwald.
Elsbeere ist eine schwachwüchsige, Wärme liebende Baumart und kann in modernen Nutzwäldern nur sehr schwer gegen die schnell- und hochwüchsigen Buchen und Fichten konkurrieren, die ihr das Licht nehmen. Die Pflege junger Bäume muss daher gezielt gefördert werden. Die Elsbeerstämme kommen oft von Waldrändern, wohin sie abgedrängt wurden. Nicht selten sind sie verdreht und krumm gewachsen und ergeben ein falsches Bild vom prinzipiellen Wert dieses Nutzholzes. Bei Furnierstämmen liegen die Preise für gleichmäßig gewachsenes Elsbeerholz seit einigen Jahren weit über jenen für Nussbaum oder Kirsche und erreichen Spitzenwerte von 8000 Euro je Festmeter Holz.
Elsbeerholz hat einen warmen rötlichen Ton, ähnlich Birnbaumholz, ist meist eher schlicht und ohne andersfarbigen Kern. Manche alten Bäume zeigen jedoch dunkle Einlagerungen und werden als bunt bezeichnet.
Elsbeerholz ist schwer (Darrdichte 710 kg/m³), hart (Brinellhärte 25 N/mm²), zäh und schwer zu spalten. Das Holz ist schwer zu trocknen und verstockt leicht, wenn es bei der Freilufttrocknung in Rinde schlecht gelagert wird. Eine Verleimung des dichten Holzes ist nicht einfach, es ist aber gut zu polieren. Über die Dauerhaftigkeit gibt es keine Untersuchungsergebnisse, Elsbeere wird ähnlich wie Birnbaum nicht dauerhaft sein.
Schöne Stämme werden zu hochwertigen Furnieren verarbeitet und ähnlich wie Birnenholz verwendet. Elsbeere ist ein hochwertiges Drechsler- und Schnitzerholz. Geeignet ist es auch für Musikinstrumente wie Flöten und Pfeifen. Es wurde früher wegen seiner Maßhaltigkeit für mechanische Teile in Messgeräten und im Klavierbau verwendet.
(von der Seite: http://www.proholz.at/holzistgenial/2007/holz-arten-1-elsbeere.htm entnommen)
© 2009 Königin der Edelbrände